|
Der Brutplatz Greetsiel ist bemerkenswert: Seit 1989 sind auf dem Funkturm ununterbrochen Wanderfalken. In 20 Bruten mit durchschnittlich 2,5 Jungen sind dort bisher 50 Junge ausgeflogen Jungfalken. Diese Verdanken ihr Gedeihen nicht zuletzt Bernhard Tuitjer. Der Jäger und Naturschützer betreibt seinen Bauernhof quasi unter dem Turm, und er bekommt jedes Mal ein Signal, wenn jemand den Turm erklimmt. Dann ist er sofort zur Stelle und klärt das Nötige. Da sind auch schon mal vorgesehene Arbeiten auf dem Turm durch seine Veranlassung verschoben worden. Bernhard Tuitjer ist mit seinem Engagement für den Wanderfalkenschutz unverzichtbar. Dass in 22 Jahren zweimal Brutausfälle durch Revierkämpfe passierten, konnte unser Bewacher nicht unterbinden.
| |
|
Der 236 m-Funkturm in Bremen-Walle:ist ein echter Glücksfall. Hier brüten seit 1997 Wanderfalken. Das erste Paar hatte sieben Jahre in Folge gebrütet, ehe es von einem neuen Paar abgelöst wurde. In diesen sieben Jahren flogen 29 Junge aus. Das neue Paar hatte ab 2004 viermal vier und zweimal drei Junge. Das waren bis einschließlich 2009 weitere 22 Junge.Nach einem Jahr mit heftigen Revierkämpfen und Brutausfall kam es 2011 mit einem neuen Weib neben dem alten Terzel wiederum zu vier ausgeflogenen Jungen. Somit in 15 Jahren 14 erfolgreiche Bruten mit 55 Jungen. Das ergibt den bundesweit einmaligen Durchschnitt von 3,93 Jungen pro erfolgreicher Brut.
| |