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  • Kurz vor dem Aus:
  • Mitte der 70er Jahre schien das Ende unserer Wanderfalkenpopulation gekommen zu sein. Fachleute hatten da bereits die Ursache erkannt: Rückstände von Pflanzenschutzmitteln (hauptsächlich das dann bald verbotene „DDT“).
    Mit einer natürlichen Bestandserholung war nun so schnell nicht zu rechnen, zumindest nicht in unseren nördlichen Breiten, wo kein einziges Brutpaar überlebt hatte.

  • Die Rettung:
  • Da trat neben anderen engagierten Fachleuten Prof. Dr. Christian Saar von der Freien Universität Berlin auf den Plan. Er begann die Nachzucht mit Hilfe von Altfalken, die teilweise bei  honorigen Falknern gerade noch vorhanden waren.  Das glückte ihm auf Grund seiner besonderen Kenntnisse zunehmend. Und so konnte bald an die Auswilderung der Nachzuchten herangegangen werden. Diese Rettungsmaßnahme klappte so erfolgreich, dass man heute mit Fug und Recht behaupten darf, dass Prof. Saar und seinem Team letztlich der heutige Wildbestand der Wanderfalken zu verdanken ist. 

Fütterung sehr junger Wanderfalkenvon Hand

Problemlose Fütterung von Hand mit artgerechter Atzung
  • Diverse Maßnahmen:  Natürlich gehörten auch andere Maßnahmen zur Erfolgsgeschichte. Da sind nämlich die zahlreichen Bruthilfen, die wir bauten und auf Leuchttürmen, hohen Industriegebäuden und vor allem auf Funktürmen der TELEKOM installierten.
Prof. saar vor Wanderfalkenkasten im Wattenmeeer

Prof. Saar kontrolliert Brutkasten auf Leuchtturm
  • Die „Stütze“ TELEKOM: So finden heute zwischen Elbe und Ems von 38 Revierpaaren 27 auf Telekom-Bauwerken statt. Begonnen hat H. Gerken vor mehr als 20 Jahren diese aufwändige Arbeit mit Friedrich Reilmann, der ihn in diese Maßnahme hereinholte. Recht bald gesellte sich Norbert Nowka hinzu, der mit seinem fundierten Fachwissen und seinen weiträumigen Beobachtungen den Aufbau der Wanderfalkenpopulation zu seiner absoluten „Herzenssache“ machte. Heute leiten Harald Gerken und Norbert Nowka den Wanderfalken-Schutz Norddeutschland WSN e.V., der auch mit den Wanderfalkenschützern aus den Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein kooperiert.
Fermeldeturm Bremen

Beliebt bei den Wanderfalken:

Die meisten Brutplätze gibt es auf den Türmen der TELEKOM in der Norddeutschen Tiefebene.

  • Auch Atomkraftwerke: Seit 2004 beteiligt sich der im Raum Lingen/Ems hoch engagierte Jürgen Kronemeyer am Bau von Brutplatzeinrichtungen, gehörte auch zum Team der amtlichen Beringer und kann in der kurzen Zeit schon mit einem beachtlichen Erfolg aufwarten: Ein neues Wanderfalkenpaar hat sich im AKW Lingen niedergelassen und sofort Junge hervorgebracht.  Ein am KKW Brunsbüttel beringter Wanderfalke brütet seit 2003 in Bremen.
  • Schirmherr der Wanderfalkenschützer: Im Mai 2002 trafen sich Wanderfalkenfreunde und -Schützer in Dangast (am Jadebusen), um den Wanderfalkenschutz zu koordinieren. Ex-Landwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke übernahm dazu die Schirmherrschaft und tat das gerne, nicht nur aus persönlichem Interesse - der älteste Brutplatz außerhalb des Wattenmeers befindet sich direkt vor der Tür seines elterlichen Hofes: Der TELEKOM-MAST Dangast -